Passive Bewegungsschienenbehandl.

Motorschiene

Motorschiene

Definition

Die passive Bewegungsschiene dient der passiven Mobilisierung eines Gelenks, wobei eine Führung durch die Schienegewährleistet wird.

Indikation

Rehabilitation nach orthopädisch-traumatologischen Gelenkeingri!en (Vermeidung von Knorpelatrophien), Mobilisierung kontrakter Gelenke, in der frühen Mobilisation nach Gelenkinfekten.

Kontraindikation

Entzündliche Hautveränderungen, die durch den Halteapparat der Schiene zusätzlich gereizt werden können, z.”B. atopisches Ekzem oder Ulcus cruris. Dünne, verletzliche Haut, wie sie nach langwährender Kortisonbehandlung vorkommt.

Schulterartromot Schulterartromot

Durchführung

Die passive Bewegungsschiene besteht aus Schienen oder Hülsen, welche durch ein Gelenk beweglich miteinander verbunden sind, und wird durch einen Elektromotor in einem vorgegebenen Bewegungsrahmen angetrieben. Nach Anlegen der Schiene wird das Gelenk des Patienten durch den elektrischen Antrieb der passiven Bewegungsschiene durch den vollen physiologischen Bewegungsumfang oder vorgegebene Abschnitte des Bewegungsumfangs geführt. Gleichzeitig werden bestehende Instabilitäten durch die Schiene kompensiert. Ein häu#g verwendetes Beispiel ist der Einsatz der passiven Bewegungsschiene nach endoprothetischem Ersatz des Kniegelenks. Schon sehr früh postoperativ kann mithilfe einer passiven Bewegungsschiene die Mobilisation des Kniegelenks begonnen werden, ohne dass der Patient eine aktive Anspannung der Muskulatur vornehmen muss. Die meisten Geräte erlauben neben der Einstellung des gewünschten Bewegungsumfangs eine Einstellung der zeitlichen Intervalle zwischen zwei vollen Bewegungszyklen sowie eine Veränderung der Geschwindigkeit, mit der ein Gelenk durchbewegt wird.

Nachbehandlung

In aller Regel wird der Einsatz einer passiven Bewegungsschiene mit anderen physiotherapeutischen Verfahren kombiniert.